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Aktuelle Massnahmen

****16.02.2022 - Corona Lockerungen ab 17.02.22
Ab 17.02.2022 sind ohne Masken wieder zugänglich: Läden, Restaurants, Kulturbetriebe und öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie Veranstaltungen. Ebenfalls fällt die Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Maskenpflicht bleibt im ÖV sowie in Gesundheitseinrichtungen wie Spitälern und Heimen. Bewohnerinnen und Bewohner sind von der Maskenpflicht hingegen ausgenommen. Besucher und Angestellte müssen den Mund-Nase-Schutz wahrscheinlich nur noch bis maximal Ende März tragen. Für Grossveranstaltungen gilt die Aufhebung der Bewilligungspflicht von Grossevents. Es gibt keine Einschränkungen für private Treffen mehr.
Isolation gilt nach wie vor bei positiv getesteten Personen (fünf Tage). Dies gilt ebenfalls bis höchstens Ende März.
Tests: Einzeltests werden weiterhin bezahlt: Antigentests in jedem Fall, und PCR-Tests für Personen mit Symptomen oder nach engem Kontakt mit positiv getesteten Personen. Die generelle Empfehlung sowie die Finanzierung der repetitiven Testung in Betrieben wird aufgehoben. Für die Schulen wird die Empfehlung und Finanzierung der repetitiven Testung durch den Bund bis Ende März 2022 aufrechterhalten.

Details zu den Entschlüssen auf der Seite des BAG.

02.02.2022 - Aufhebung Homeoffice-Pflicht und Kontaktquarantäne

Ab 3. Februar 2022, wird die Homeoffice-Pflicht und die Kontaktquarantäne aufgehoben. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 2. Februar 2022 entschieden. Er schlägt zudem umfassende Aufhebungen von Massnahmen vor, die er, abhängig von der epidemischen Lageentwicklung, am 16. Februar 2022 beschliessen kann. Die Konsultation der Kantone dauert bis am 9. Februar.
Klicken Sie hier für den ausführlichen bundesrätlichen Beschluss.

19.01.2022 - Massnahmen verlängert

Der Bundesrat verlängert angesichts der angespannten Lage in den Spitälern die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Dies hat er an seiner Sitzung vom 19. Januar 2022 entschieden. Die Homeoffice-Pflicht gilt neu bis Ende Februar, ebenso die Kontaktquarantäne. Die 2G- und die 2Gplus-Regel für gewisse Innenräume, die ausgeweitete Maskenpflicht innen, die 3G-Regel für Veranstaltungen draussen ab 300 Personen sowie die Einschränkung privater Treffen gelten provisorisch bis Ende März; der Bundesrat überprüft aber laufend, ob die Entwicklung der Pandemie eine frühere Aufhebung der Massnahmen zulässt. Ausserdem verkürzt der Bundesrat per Ende Januar die Gültigkeit der Impf- und Genesenenzertifikate auf 270 Tage.

10.01.2022 - Repetitives Testen eingeschränkt

Omikron beeinflusst Teststrategie grundlegend
Mit einer zunehmenden Anzahl positiver Poolproben steigt auch der Bedarf an Nachtestungen. Aufgrund der begrenzten Laborkapazitäten führt die Auswertung der Testresultate zu Wartezeiten von über 48 Stunden, somit verliert das repetitive Testen seinen ursprünglichen Zweck. Ansteckungsketten können nicht mehr wirksam unterbrochen werden.

Durch die weitere Ausbreitung von Omikron ist in den kommenden Wochen mit einer Zunahme von symptomatischen Personen zu rechnen, was dazu führt, dass die Laborkapazitäten überlastet sind.

Priorisierung der Testbereiche unumgänglich
Aufgrund dieser Entwicklung hat die Regierung entschieden, die repetitiven Testungen auf Gesundheits- und Betreuungsinstitutionen, den Kindergarten sowie erste und zweite Primarklassen zu fokussieren. Dies entspricht der Priorisierungsempfehlung des Bundesamts für Gesundheit, welche vorsieht, dass bei Testengpässen die Tests in erster Linie auf Personen und deren Kontaktpersonen mit Symptomen beschränkt werden sollen.

Das repetitive Testen wird in folgenden Bereichen weitergeführt:
Spitäler, Kliniken, Angebote für die stationäre Pflege und Betreuung von Langzeitpatientinnen und -patienten und betagten Personen, Dienste der häuslichen Pflege und Betreuung (Spitex), Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Physiotherapiepraxen, Apotheken, Wohnheime für Menschen mit Behinderung, Wohnheime für Kinder und Jugendliche, Kindertagesstätten und Justizvollzugsanstalten. Davon ausgenommen sind Wohnheime im Bereich der beruflichen Grundbildung, der Mittelschulen sowie der Tertiärstufe.
In den Kindergärten und auf der ersten und zweiten Primarstufe.

Das kantonale Testprogramm in Betrieben und in Schulen wird ab Dienstag, 11. Januar 2022, 12 Uhr, bis auf Weiteres ausgesetzt. Ende Januar 2022 beurteilt die Regierung die Situation neu.

Dringend notwendige Testzertifikate werden weiterhin in den bestehen Teststellen angeboten. Personen mit Symptomen werden angehalten, bis zum Abklingen der Symptome oder mindestens aber für fünf Tage Zuhause zu bleiben und Kontakte zu vermeiden.

03.01.2022 - Empfehlungen des Kantons Graubünden

Mit einem Anteil von über 60 Prozent ist Omikron schweizweit bereits die dominierende Variante. Sie gilt als hochgradig ansteckend. Nach aktuellem Kenntnisstand ist sie vier- bis sechsmal infektiöser als die bisherige Deltavariante. Die rasante Ausbreitung belastet das Gesundheitswesen, den Tourismus und die Wirtschaft erneut stark.

Im gewohnten Rahmen weiter testen – auch im neuen Jahr
Regelmässiges Testen hilft, die Infektionsketten rasch zu unterbrechen und die Betriebstätigkeit aufrechtzuerhalten. Wir empfehlen deshalb eingehend, nach den Festtagen im gewohnten Rahmen weiter zu testen.

Boosterimpfung schützt vor schweren Verläufen
Eine Genesung oder eine Impfung bieten einen bedingten Schutz gegen eine Ansteckung mit der Omikron-Variante. Aktuelle Erkenntnisse zeigen jedoch, dass die Boosterimpfung auch bei der Omikron-Variante eine hohe Wirksamkeit vor schweren Verläufen hat. Die Boosterimpfung wird allen Personen ab 16 Jahren ausdrücklich empfohlen, welche seit vier Monaten vollständig geimpft sind.Anmeldung hier.

Abstandhalten und Maskentragen sind unabdingbar
Aufgrund der stark angespannten Lage appelliert das Gesundheitsamt eingehend, die geltenden Schutzmassnahmen konsequent einzuhalten, um die Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können. Insbesondere gelten folgende Massnahmen uneingeschränkt:
Abstandhalten (auch in der Pause), Maskentragen, gründliches Händewaschen, regelmässiges Lüften von Innenräumen. Genauso dazu gehören die Vermeidung von Kontakten und ein rücksichtsvolles Verhalten bei Freizeitaktivitäten und im Familien- oder Freundeskreis. Nur wenn sämtliche aktuell geltenden Massnahmen mit aller Konsequenz eingehalten und durchgesetzt werden, lassen sich in den kommenden Tagen und Wochen einschneidende Massnahmen verhindern.

Aktuell gültige Quarantäne-Regel
Nach wie vor gilt: Durch Testen sind Quarantäneerleichterungen möglich: Tests jeden zweiten Tag während 7 Tagen nach dem Kontakt mit einer Infizierten Person (nicht aus dem gleichen Haushalt) befreien von der Quarantänepflicht. Die aktuell geltenden Quarantäneregeln von Graubünden finden Sie hier. Über allfällige Änderungen aufgrund von politischen Entscheiden halten wir Sie auf dem Laufenden.

Neue Massnahmen gültig ab Montag, 20.12.2021 bis voraussichtlich 24.01.2022:

Ab Montag, 20. Dezember 2021, gelten in der Schweiz verschärfte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

  • Zu Innenräumen von Restaurants, von Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen im Innern haben nur noch geimpfte und genesene Personen Zugang (2G). Als zusätzlicher Schutz muss an diesen Orten eine Maske getragen und es darf nur im Sitzen gegessen und getrunken werden.
  • Wo die Maske nicht getragen werden kann, wie bei Blasmusikproben, oder wo nicht im Sitzen konsumiert werden kann, wie in Discos und Bars, sind nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen können (2G+).
  • Personen, deren Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von dieser Testpflicht ausgenommen.
  • Es gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht.
  • Private Treffen sind auf zehn Personen beschränkt, falls eine Person ab 16 Jahren dabei ist, die nicht geimpft oder genesen ist.
  • Der Bundesrat hat zudem die Übernahme der Testkosten geregelt und die Beschaffung zusätzlicher Impfdosen beschlossen.

2G mit Masken- und Sitzpflicht
Wo derzeit in Innenräumen die 3G-Regel gilt (Zugang für geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen), gilt künftig die 2G-Regel (Zugang nur für geimpfte und genesene Personen). Dies betrifft Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetriebe sowie Veranstaltungen. Zusätzlich gilt an diesen Orten weiterhin eine Maskenpflicht und eine Sitzpflicht bei der Konsumation. Für Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen draussen gilt weiterhin die 3G-Regel.

2G+ für Discos und Aktivitäten ohne Masken
Wo weder das Maskentragen noch eine Sitzpflicht möglich ist, sind nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen können (2G+). Diese Regel gilt einerseits für Discos und Bars, andererseits für Sport- und Kulturaktivitäten von Laien, wenn keine Maske getragen wird, wie etwa Blasmusikproben. Sie gilt nicht für Jugendliche bis 16 Jahre. Nach der Konsultation wurde diese Regel ergänzt: Personen, deren vollständige Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von der Testpflicht ausgenommen. Betriebe und Veranstaltungen, die der 2G-Regel unterstehen, können freiwillig 2G+ anwenden und damit auf die Masken- und die Sitzpflicht verzichten.

Einschränkung privater Treffen drinnen
Sobald eine Person ab 16 Jahren dabei ist, die nicht geimpft oder genesen ist, dürfen sich nur noch zehn Personen treffen. Kinder werden mitgezählt. Sind alle Personen ab 16 Jahren geimpft oder genesen, gilt drinnen eine Obergrenze von 30 Personen. Draussen gilt weiterhin eine Obergrenze von 50 Personen.

Home-Office-Pflicht wird wieder eingeführt
Der Bundesrat führt zudem die Home-Office-Pflicht wieder ein, um die Kontakte zu reduzieren. Ist das Arbeiten vor Ort notwendig, gilt in den Räumlichkeiten, in denen sich mehr als eine Person aufhält, weiterhin eine Maskenpflicht.

Maskenpflicht auf Sekundarstufe II
Neben den repetitiven Tests ist die Maskenpflicht eine zentrale Massnahme, um die Viruszirkulation in den Schulen zu reduzieren. Auf Sekundarstufe II wird eine Maskenpflicht vorgeschrieben.

Testkosten für Zertifikat werden wieder übernommen
Künftig werden die Kosten von gewissen Covid-19-Tests, die zu einem Covid-Zertifikat führen, wieder übernommen. Bezahlt werden sollen Antigen-Schnelltests und Speichel-PCR-Pooltests. Nicht bezahlt werden Selbsttests sowie Einzel-PCR-Tests und Antikörpertests. Weiterhin übernommen werden die Kosten von Einzel-PCR-Tests bei Personen mit Krankheitssymptomen, bei Kontaktpersonen und nach positiven Poolproben. Das neue Testkostensystem gilt ab morgen Samstag, 18. Dezember 2021. Ab dem 17. Januar 2022 müssen zudem alle, die an repetitiven Tests teilnehmen, ein Testzertifikat erhalten können.

Neue Massnahmen gültig ab Montag, 06.12.2021 bis voraussichtlich 24.01.2022:

  • Die Zertifikatsplicht gilt neu in Innenräumen für alle öffentlichen Veranstaltungen sowie für alle sportlichen und kulturellen Aktivitäten von Laien. Die bestehende Ausnahme für beständige Gruppen unter 30 Personen wird aufgehoben. Zudem gilt neu bei Veranstaltungen im Freien bereits ab 300 Teilnehmenden eine Zertifikatspflicht. Ausgenommen Privatbereich.
  • Für Treffen im Familien- und Freundeskreis mit mehr als zehn Personen Empfehlung zur Zertifikatspflicht.
  • Zertifikatspflicht für Veranstaltungen im Freien ab 300 Personen.
  • Möglichkeit für Betriebe und Veranstaltungen zur freiwilligen 2G-Regel, dann entfallen Masken- und Sitzpflicht.
  • Um die 2G-Regel kontrollieren zu können, muss die Prüf-App für die Covid-Zertifikate laut dem Bundesrat erweitert werden. Diese Anpassung wird erst per 13. Dezember 2021 zur Verfügung stehen. Bis dahin müssen die Betreiber der Einrichtungen oder die Veranstalter manuell prüfen, ob die entsprechende Person geimpft oder genesenen ist.
  • Maskenpflicht überall dort, wo Zertifikatspflicht gilt. Ausnahmen nur im Familien- und Freundeskreis, für Chorproben, gewisse Sportarten sowie am Restauranttisch. Teilweise müssen dafür wieder Kontaktdaten erfasst werden.

Arbeitsbereich

  • Es gilt eine «dringliche» Homeoffice-Empfehlung.
  • Maskenpflicht ausser in Einzelbüros.

Tests

  • Schnelltests nur noch 24 Stunden lang gültig.
  • PCR-Tests sind 72 Stunden gültig.

Kapazitätsbeschränkungen

  • Kapazitätsbeschränkungen werden aufgehoben (z.B. für religiöse Zusammenkünfte, im Bildungsbereich und für Veranstaltungen draussen). Die Kantone können weiterhin Kapazitätsbeschränkungen vorsehen.

Einreise

  • Quarantänepflicht bei Einreise in Schweiz für alle Länder ab morgen Samstag aufgehoben
  • Alle Personen, auch geimpfte und genesene, müssen bei der Einreise in die Schweiz ein negatives Testergebnis eines PCR-Tests vorweisen. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigenschnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden. Die Testkosten müssen von den Einreisenden selber getragen werden.
  • Nicht einreisen in die Schweiz dürfen nicht geimpfte Drittstaatsangehörige, die aus Risikoländern in den Schengen-Raum einreisen wollen für vorübergehende Tourismus- und Besuchsaufenthalte. Ausgenommen sind Härtefälle und Aufenthalte wegen Erwerbstätigkeit.

Bundesrats-Beschlüsse vom 08.09.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 08. September 2021 folgendes beschlossen:
Ab 13. September gilt neu:

Zertifikatspflicht für Innenräume
Im Innern von Restaurants und Bars gilt eine Zertifikatspflicht. Auf Terrassen hingegen ist kein Zertifikat nötig, ebenso nicht in Gassenküchen und Restaurationsbetrieben in Transitbereichen von Flughäfen. Auch der Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Zoos, Fitnesscenter, Kletterhallen, Hallenbäder, Aquaparks, Billardhallen oder Casinos wird auf Personen mit einem Zertifikat eingeschränkt.

Zertifikatspflicht für Veranstaltungen im Innern
An Veranstaltungen in Innenräumen gilt ebenfalls eine Zertifikatspflicht (Konzerte, Theater, Kino, Sportveranstaltungen, Privatanlässe wie Hochzeiten in öffentlich zugänglichen Lokalen). Aus Gründen des Grundrechtsschutzes ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen sowie Anlässe zur politischen Meinungsbildung bis maximal 50 Personen. Ausgenommen sind zudem Selbsthilfegruppen. Bei Veranstaltungen im Freien gelten die bisherigen Regeln: Für Veranstaltungen mit mehr als 1'000 Personen besteht eine Covid-Zertifikatspflicht, kleinere Veranstaltungen im Freien können entscheiden, ob der Zugang auf Personen mit Zertifikat eingeschränkt wird.

Zertifikatspflicht für sportliche und kulturelle Aktivitäten
Auch bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Innenräumen wie Trainings oder Musik- und Theaterproben wird der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat eingeschränkt. Diese Beschränkung gilt nicht für beständige Gruppen von maximal 30 Personen, die in abgetrennten Räumlichkeiten regelmässig zusammen trainieren oder proben.

Sanktionen für Nichtbeachten der Zertifikatspflicht
Gäste ohne Zertifikat in Einrichtungen oder an Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht können mit 100 Franken gebüsst werden. Einrichtungen und Veranstaltungen, welche die Zertifikatspflicht nicht beachten, droht eine Busse bis hin zur Schliessung der Betriebe. Für die Kontrolle sind die Kantone zuständig.

Zertifikat darf im Arbeitsbereich genutzt werden
Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmenden nur dann überprüfen, wenn es dazu dient, angemessene Schutzmassnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen. Die Information über den Immunitätsstatus oder das Testergebnis dürfen ausserdem für keine weiteren Zwecke verwendet werden. Falls ein Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmenden einen Test verlangt, muss er die Kosten dafür selber tragen. Nur wenn der Test im Rahmen der repetitiven Tests im Betrieb erfolgt, übernimmt der Bund die Kosten. Die Verwendung des Zertifikats sowie die daraus abgeleiteten Massnahmen müssen bei den Arbeitnehmenden konsultiert und schriftlich dokumentiert werden. Der Arbeitgeber muss aus Datenschutzgründen, wenn immer möglich, das datenarme «Zertifikat light» verwenden.

Zertifikatspflicht an Hochschulen möglich
Die Kantone oder die Hochschulen können eine Zertifikatspflicht für den Studienbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe vorschreiben. In diesem Fall entfallen die Maskenpflicht und die Beschränkung der Belegung auf zwei Drittel. Für sonstige Veranstaltungen an Hochschulen wie Weiterbildungen gelten weiterhin die Veranstaltungsregeln.

Bundesrats-Beschlüsse vom 23.06.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. Juni 2021 folgendes beschlossen:
Ab 26. Juni gilt neu:

Maskenpflicht im Freien wird aufgehoben
Die Maskenpflicht in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Freizeitbetrieben und Restaurantterrassen, wird aufgehoben. Im öffentlichen Verkehr gelten als Aussenräume sämtliche Orte, die mindestens zweiseitig grossflächige Öffnungen aufweisen, wie Perron Anlagen (auch unterirdisch), Haltestellen, Unter- und Überführungen oder Hallen und Ladenpassagen. Als Innenräume gelten geschlossene unterirdische Bahnhofsanlagen einschliesslich der Zugangsbereiche sowie Shoppingbereiche in Untergeschossen und geschlossene Wartesäle.

Die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gelten jedoch weiterhin: wo ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, soll eine Maske getragen werden. In Innenbereichen gilt grundsätzlich weiterhin eine generelle Maskenpflicht, weil nicht kontrolliert werden kann, wer schon geimpft oder genesen ist.

Maskenpflicht an der Arbeit und in der Sekundarschule II wird aufgehoben
An der Arbeit wird die generelle Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben weiterhin die Pflicht, die Arbeitnehmenden zu schützen. Sie entscheiden, wo und wann das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz nötig ist. Auch in der Sekundarstufe II hebt der Bund die Maskenpflicht auf. Für Massnahmen an den Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsschulen sind wieder die Kantone zuständig.

Homeoffice-Pflicht wird durch Empfehlung ersetzt
Die Homeoffice-Pflicht wird aufgehoben und durch eine Homeoffice-Empfehlung ersetzt; das Arbeiten vor Ort wird nicht mehr an die Pflicht zum repetitiven Testen gebunden.

Präsenzunterricht ohne Beschränkungen
Die Personenbeschränkung für Präsenzveranstaltungen in der höheren Berufsbildung und in der Weiterbildung sowie an Fachhochschulen und Universitäten wird aufgehoben, ebenfalls ohne Pflicht zum repetitiven Testen.

Kapazitäten können voll genutzt werden
Läden, Freizeitbetriebe oder Sporteinrichtungen können ihre Kapazität voll ausnutzen. Aquaparks können wieder öffnen. Einzig an Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat gilt eine Beschränkung auf zwei Drittel der Kapazität.

Restaurants: Gruppengrösse pro Tisch unbeschränkt
In Restaurants wird die Beschränkung der Anzahl Personen pro Tisch aufgehoben. In Innenbereichen gilt wie bisher eine Sitzpflicht während der Konsumation, der Abstand zwischen den Gruppen muss eingehalten werden. Die Kontaktdaten müssen weiterhin erhoben werden, es reicht allerdings ein Kontakt pro Gruppe. Auch die Maske ist weiterhin zu tragen, ausser wenn die Gäste am Tisch sitzen. In Aussenbereichen wird die Beschränkung der Grösse der Gästegruppen und die Sitzpflicht bei Konsumation aufgehoben. Der Abstand zwischen den Gästegruppen ist auch hier einzuhalten. Draussen müssen keine Kontaktdaten mehr erhoben werden.

Diskotheken und Tanzlokale können wieder öffnen

Diskotheken und Tanzlokale dürfen wieder öffnen, wenn der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat beschränkt wird. Auf die in der Konsultationsfassung vorgeschlagene Beschränkung auf 250 Personen und die Erhebung von Kontaktdaten wird verzichtet. Wie bei allen Einrichtungen, deren Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat eingeschränkt sind, entfällt die Maskenpflicht.

Veranstaltungen mit Zertifikat: Ohne Maske, ohne Beschränkungen
Für Veranstaltungen, zu denen der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat begrenzt ist, gelten neu keine Beschränkungen mehr, auch nicht für Grossveranstaltungen. Es können also bereits ab dem 26. Juni wieder Veranstaltungen mit mehr als 10'000 Personen stattfinden und die Kapazität kann voll genutzt werden. In einem Schutzkonzept muss unter anderem festgelegt werden, wie der Zutritt auf Personen mit Zertifikat beschränkt wird. Veranstaltungen ab 1'000 Personen benötigen eine kantonale Bewilligung.

Veranstaltungen ohne Zertifikat
Bei Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat gilt:

  • Wenn das Publikum sitzt, können maximal 1000 Besucherinnen und Besucher teilnehmen – drinnen wie draussen.
  • Wenn die Menschen stehen oder sich bewegen, dann können drinnen maximal 250 und draussen maximal 500 Besucherinnen und Besucher eingelassen werden.
  • Die Kapazität der Örtlichkeit kann bis zu zwei Dritteln genutzt werden – drinnen wie draussen.
  • Drinnen gilt: Maskenpflicht und Konsumation nur in Restaurationsbereichen; am Sitzplatz nur, wenn die Kontaktdaten erhoben werden.
  • Draussen gilt: keine Maskenpflicht.
  • Veranstaltungen und Konzerte, an denen die Besucherinnen und Besucher tanzen, sind verboten.

Private Veranstaltungen: innen 30, aussen 50
An privaten Veranstaltungen können sich weiterhin höchstens 30 Personen in privaten Innenräumen und höchstens 50 Person in Aussenbereichen treffen.

Messen: Keine Kapazitätsbeschränkung
Das Verbot für Messen mit weniger als 1'000 Personen in Innenräumen wird aufgehoben. Zudem wird auch bei Messen auf Kapazitätsvorgaben verzichtet, unabhängig von der Besucherzahl oder von der Beschränkung auf Personen mit Covid-Zertifikat. Für Messen ohne Zertifikat gilt Maskenpflicht in Innenräumen und Konsumation nur im Restaurantbereich.

Sport- und Kultur: ohne Maske
Für Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben, gibt es in Aussenbereichen neu keine Einschränkungen mehr. Bei Aktivitäten in Innenräumen müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Die Maskenpflicht, die Pflicht zur Einhaltung des Abstands sowie die Kapazitätsbeschränkungen werden aufgehoben.

Verlängerung der Schutzdauer der Impfung auf 12 Monate
Der Bundesrat erstreckt die Schutzdauer von in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffen für vollständig geimpfte Personen auf 12 Monate. Dabei stützt er sich auf die Empfehlung der Eidgenössische Kommission für Impf-Fragen (EKIF). Geimpfte Personen sind daher neu während 12 Monaten von der Kontakt- und Reisequarantäne befreit. In Übereinstimmung mit den Vorgaben der EU für das Covid-Zertifikat sind genesene Personen weiterhin während 6 Monaten von der Quarantänepflicht befreit. Die Gültigkeit von Antigen-Schnelltests wird zudem von 24 auf 48 Stunden verlängert.

Selbsttests auch in Drogerien und im Detailhandel
Neu können validierte Selbsttests auch in Drogerien und im Detailhandel gekauft werden. Die vom Bund finanzierte Abgabe von fünf Selbsttests pro Person pro Monat erfolgt aber weiterhin nur in Apotheken. Sie wird auf Personen beschränkt, die nicht geimpft oder genesen sind. Neu in die Covid-19-Verordnung 3 aufgenommen wird auch die Vergütung von Tests vor Lagern und beim Zutritt zu Veranstaltungen.

Bundesrats-Beschlüsse vom 26.05.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. Mai 2021 folgendes beschlossen:
Ab 31. Mai gilt:

Publikumsveranstaltungen
Für Veranstaltungen mit Publikum gilt neu in Innenräumen eine Limite von 100 anstatt 50 Personen und draussen von 300 statt 100 Personen. Es darf neu die Hälfte der Raumkapazität genutzt werden, statt wie bisher nur ein Drittel. Dieselben Regeln gelten für religiöse Veranstaltungen.
Veranstaltungen ohne Publikum, wie Vereinsanlässe oder Führungen, sollen innen und aussen mit maximal 50 statt wie bisher 15 Personen möglich sein. Dies gilt auch für private Anlässe wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern, die nicht in den eigenen privaten Räumlichkeiten stattfinden.

Private Treffen
Der Bundesrat erhöht die Limite für private Treffen von 10 auf 30 Personen in Innenräumen und von 15 auf 50 Personen draussen.

Restaurants
Ab Montag können die Restaurants auch die Tische im Innern wieder besetzen. Es gilt: Abstand oder Abschrankung, maximal vier Personen pro Tisch, Erhebung der Kontaktdaten aller Gäste und Sitzpflicht. Auf der Terrasse sind neu Sechsertische möglich. Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr wird aufgehoben. Am Tisch muss keine Maske getragen werden, wer sich im Restaurant bewegt – drinnen und draussen – muss hingegen eine Maske tragen. Für das Personal gilt eine Maskenpflicht.

Amateursport
Neu dürfen im Amateurbereich maximal 50 statt 15 Personen gemeinsam Sport treiben. Publikum ist zugelassen. Dabei gelten die Regeln für Publikumsanlässe. Wettkämpfe von Mannschaftssportarten sind nur draussen erlaubt. Kontaktsport wie Paartanz oder Schwingen ist in Innenräumen ohne Maske nur in beständigen Gruppen von vier Personen erlaubt. Die Flächenvorgabe für ruhige Sportarten in Innenräumen (z.B. Yoga) wird von 15 auf 10 Quadratmeter pro Person angepasst.

Thermalbäder und Wellnesseinrichtungen dürfen wieder öffnen. Es gelten einheitlich 15 Quadratmeter pro Person, die Aktivitäten dürfen ohne Maske, müssen aber mit Abstand ausgeübt werden. Dieselben Regeln gelten für Hallenbäder.

Laienkultur
Auch in der Kultur wird die maximale Gruppengrösse auf 50 Personen erhöht. Aufführungen von Laienkulturschaffenden sind wieder möglich. Dabei gelten die Regeln für Publikumsanlässe. Die Flächenvorgabe für Blasmusiken wird von 25 auf 10 Quadratmeter pro Person angepasst. Im Freien sind Chorkonzerte wieder zugelassen, im Amateur- und Profibereich.

Hochschulen
An Hochschulen wird die Beschränkung auf maximal 50 Personen für Präsenzveranstaltungen aufgehoben. Voraussetzung ist ein Testkonzept und eine Genehmigung des Kantons. Es gelten keine Kapazitätsbeschränkungen mehr. Die Masken- und Abstandspflicht gilt weiterhin.

Homeoffice
Die Homeoffice-Pflicht wird für jene Betriebe, die einmal pro Woche testen, in eine Homeoffice-Empfehlung umgewandelt. Um die Impfung der Belegschaft nicht zu gefährden, soll die Rückkehr ins Büro schrittweise erfolgen.

Quarantäne
Genesene sind für sechs Monate von der Kontaktquarantäne und der Reisequarantäne ausgenommen. Weil auch Geimpfte die Krankheit nicht in relevantem Masse weiter übertragen können, sind sie neu ebenfalls während sechs Monaten von der Kontaktquarantäne und der Reisequarantäne sowie von der Testpflicht und der Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten bei der Einreise ausgenommen. Voraussetzung ist eine vollständige Impfung mit einem in der Schweiz oder durch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff. Auch Personen unter 16 Jahren werden von der Reisequarantäne und der Testpflicht bei der Einreise ausgenommen. Die Ausnahmen von der Reisequarantäne und von Testpflicht gelten nicht für genesene und geimpfte Personen, die aus Ländern mit besorgniserregenden Virusvarianten einreisen.

Bundesrats-Beschlüsse vom 14.04.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. April 2021 folgendes beschlossen:
Ab 19. April gilt:

  • Restaurants dürfen ihre Aussenbereiche öffnen. Es gilt eine Sitzpflicht, und die Maske darf nur während dem Essen abgelegt werden. Pro Tisch sind maximal vier Personen erlaubt. Alle müssen die Kontaktdaten angeben.
  • Öffentlich zugängliche Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe können ihre Innenbereiche wieder öffnen. Zoos und botanische Gärten sind wieder vollständig zugänglich. In Innenräumen gilt Maskenpflicht. Geschlossen bleibt der Innenbereich von Hallenbädern und Wellnessanlagen.
  • Veranstaltungen mit Publikum sind wieder möglich. Drinnen mit bis zu 50, draussen mit bis zu 100 Personen. Das gilt zum Beispiel für Kinos, Theater oder Konzerte. Bei Veranstaltungen ohne Publikum, zum Beispiel Vereinstreffen, dürfen weiterhin nicht mehr als 15 Personen zusammenkommen.
  • Die Vorgaben für sportliche und kulturelle Aktivitäten werden auch für Erwachsene gelockert – und zwar für Einzelpersonen wie auch für Gruppen bis 15 Personen. Wettkämpfe sind unter diesen Bedingungen wieder erlaubt, aber ohne Publikum. Fitnesszentren können wieder öffnen.
  • Präsenzunterricht ist auch an Hochschulen wieder erlaubt, allerdings mit maximal 50 Personen.Nimmt ein Unternehmen an Massentests teil, müssen die Angestellten bei Kontakt mit einer infizierten Person nicht mehr in Quarantäne.

FAQ's zu den Öffnungsschritten

Bundesrats-Beschlüsse vom 19.03.2021

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. März 2021 entschieden, die Einschränkung für Treffen im Familien- und Freundeskreis in Innenräumen von fünf auf maximal zehn Personen zu lockern. Für weitere Öffnungen sei das Risiko eines unkontrollierten Anstiegs der Fallzahlen derzeit zu gross, nachdem die Zahl der Infektionen seit Ende Februar wieder zunimmt.

Bundesrats-Beschlüsse vom 24.02.2021

Läden und Märkte
Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, Museen und Lesesäle von Bibliotheken können wieder öffnen. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden muss beschränkt werden. An all diesen Orten gelten Maskenpflicht, Abstandhalten und Kapazitätsbegrenzungen, auch für Einkaufszentren als Ganzes.

Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe
Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten sowie Sport- und Freizeitanlagen wie Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze oder Leichtathletikstadien dürfen wieder öffnen. Hier gelten neben Kapazitätsbeschränkungen Maskentragpflicht oder Abstandhalten. Sportaktivitäten, die von Einzelpersonen oder in Gruppen bis zu 15 Personen mit Jahrgang 2000 oder älter ausgeübt werden, ohne Körperkontakt, im Freien und sofern eine Gesichtsmaske getragen oder der erforderliche Abstand eingehalten wird sind erlaubt. Wettkämpfe sind weiterhin verboten. Profispiele ohne Zuschauer sind weiterhin erlaubt. Kinos, Casinos, Bars, Discos und Tanzlokale bleiben geschlossen. Anlässe mit Publikum sind weiterhin verboten.

Veranstaltungen und Menschenansammlungen
Im Freien sollen private Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Personen statt 5 Personen wieder erlaubt sein. Vereins- oder Gemeindeanlässe sind keine spontanen Treffen, sie gelten vielmehr als Veranstaltungen und sind somit verboten. Dies gilt ebenso für andere Freizeitorganisationen wie Anlässe in Pfarrgemeinden, Quartiervereinen und anderen Vereinsaktivitäten. An privaten Veranstaltungen im Innern dürfen weiterhin maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden mitgezählt.

Jugendliche
Jugendliche unter 20 Jahren sollen den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten wieder nachgehen können. Zudem sollen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wieder zugänglich sein.

Restaurants
Gastronomiebetriebe müssen weiterhin geschlossen bleiben. Öffnen dürfen nur Take-aways, Schul- und Betriebskantinen sowie Hotelrestaurants für Hotelgäste. Auch Lieferdienste bleiben erlaubt.

Skigebiete
Über Skigebiete und Hotels entscheiden weiterhin die Kantone. Sie dürfen die Öffnung nur erlauben, wenn es die epidemiologische Lage zulässt und bei genügend Kapazitäten von Tests, Contact Tracing und Spitälern. Es müssen strenge Schutzkonzepte eingehalten werden. Après-Ski-Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Homeoffice-Pflicht
Die Verpflichtung, möglichst zu Hause zu arbeiten, gilt weiterhin. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz
Wo Homeoffice nicht oder nur zum Teil möglich ist, gilt in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Wer sich von der Maskentragpflicht dispensieren will, braucht ein Attest einer Ärztin, eines Arztes, einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten.

Schutz gefährdeter Personen
Besonders gefährdete Personen haben das Recht auf Homeoffice oder auf einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz. Ist das nicht möglich, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Öffentliche Einrichtungen
Spitäler, Kliniken und Arztpraxen, soziale Einrichtungen (Anlaufstellen), Dienststellen der öffentlichen Verwaltung und der Polizei, Schalter von Betrieben des öffentlichen Verkehrs und die Autovermietung dürfen weiterhin öffnen.

Bundesrats-Beschlüsse vom 27.01.2021

Bund übernimmt Testkosten für Personen ohne Symptome
Neu übernimmt der Bund die Kosten für Tests an Personen, die keine Symptome aufweisen, wenn diese im Rahmen von Massentests durchgeführt werden. Damit sollen besonders gefährdete Menschen - etwa in Altersheimen - besser geschützt werden.

Ordnungsbussen werden eingeführt
Wer gegen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verstösst, kann ab dem 1. Februar mit einer Busse in der Höhe von 50 bis 200 Franken bestraft werden. Gebüsst werden kann etwa, wer an einer Haltestelle, im öffentlichen Verkehr oder in den Bahnhöfen keine Maske trägt. Aber auch die Durchführung und Teilnahme an verbotenen privaten Veranstaltungen kann gebüsst werden.

Dauer der Quarantäne wird verkürzt
Gemäss der bisherigen Regel muss eine Person ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person in eine zehntägige Quarantäne. Diese kann nun mit einem negativen Testresultat ab dem siebten Tag beendet werden. Die Testkosten muss die Person selber tragen. Für die Aufhebung der Quarantäne sind die kantonalen Behörden zuständig.

Verkürzte Reisequarantäne
Nicht nur die Kontakt-Quarantäne kann mit einem negativen Test am 7. Tag verkürzt werden, dasselbe gilt auch für Einreisende aus Staaten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko. Sie müssen künftig bei ihrer Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Anschliessend begeben sie sich in Quarantäne.
Am 7. Tag kann diese mit einem negativen Testresultat beendet werden. Personen die mit dem Flugzeug aus Ländern einreisen, die nicht zu den Risikogebieten zählen, müssen bei der Einreise einen negativen Test vorweisen. Die Kontrolle erfolgt beim Einsteigen in das Flugzeug.

Kontaktdaten von allen Einreisenden
Bei den Einreisenden wurden bisher nur Kontaktdaten von Personen aus Risikostaaten systematisch erfasst. Der Bundesrat weitet die Erfassung der Daten nun auf alle Personen aus, die in die Schweiz einreisen. Die Daten werden neu mit einem elektronischen Einreiseformular erfasst.

Hilfe für Kulturschaffende
Der Bundesrat hat entschieden, dass Kulturschaffende rückwirkend auf den 1. November 2020 Ausfallentschädigungen erhalten sollen. Dieser Entscheid muss noch vom Parlament bewilligt werden. Dadurch soll eine Unterstützungslücke vermieden werden. Die Gesuche stellen die Kulturschaffenden bei den Kantonen, die die dafür notwendigen gesetzlichen Grundlagen schaffen müssen.

Impfen in Apotheken / Masken werden nachgeprüft
Des Weiteren finanziert der Bund künftig auch das Impfen in der Apotheke. So können die Kantone die Apotheken in ihre Impfstrategie einbinden. Und schliesslich hat der Bundesrat entschieden, wie es mit den beim Bund und den Kantonen gelagerten Atemschutzmasken weitergehen soll, die möglicherweise nicht sicher sind. Diese Masken waren zu Beginn der Pandemie vom Bund eingekauft worden, als diese noch schwer erhältlich waren. Erfüllen diese Masken die Sicherheitsstandards nicht, dürfen sie nicht mehr verwendet werden.

Wirtschaftshilfen sollen aufgestockt werden
Der Bundesrat will die Wirtschaftshilfen wegen der Coronavirus-Pandemie erneut aufstockten. Er beantragt im Parlament, die Gelder für Härtefälle auf fünf Milliarden Franken zu verdoppeln. Weiter will er für Arbeitslose die Taggeldbezugsdauer um drei Monate verlängern.

Seit 18. Januar gilt:

  • Einkaufsläden und Märkte müssen schliessen. Ausnahme sind Geschäfte mit Güter des täglichen Bedarfs an. Waren abholen ist erlaubt. Läden, Tankstellen und Kioske dürfen neu auch wieder nach 19 Uhr sowie sonntags offen haben.
  • Private und treffen im öffentlichen Raum sind auf fünf Personen begrenzt (Kinder inklusive).
  • Homeoffice: Zu Hause arbeiten ist Pflicht, wenn «mit verhältnismässigem Aufwand» möglich. Es gibt keinen Anspruch auf Auslagenentschädigungen.
  • Restaurants sowie Kultur-Sport- und Freizeitanlagen bleiben weiterhin bis Ende Februar geschlossen.
  • Verschärfte Maskenpflicht: Wo nicht im Homeoffice gearbeitet werden kann, muss zwingend Maske getragen werden, wenn sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält
  • Besonders gefährdete Personen werden zusätzlich geschützt: Sie haben das Recht auf Homeoffice oder eine Beurlaubung.

Härtefall-Verordnung wird gelockert
Gleichzeitig lockert der Bundesrat die Bedingungen für finanzielle Hilfen für Härtefälle. Als solche gelten alle, die mindestens 40 Tage auf behördliche Anordnung schliessen mussten – ein Beweis des Umsatzrückgangs ist nicht mehr nötig.

Zudem erhöht der Bundesrat die Obergrenzen für À-fonds-perdu-Beiträge: Sie werden auf 20 Prozent des Umsatzes – maximal 750’000 Franken pro Unternehmen – erhöht.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des SECO
oder auf der Website des Kantons Graubünden

Schutzkonzepte - Aktion "Ich schütze dich und mich"

Schutzkonzepte der Branchen

Hier finden Sie Informationen, Links und Dokumente für Betriebe.

Schutzkonzepte des Bundes - Konzeptvorlagen für Branchen und Unternehmen
Auf dieser Website finden Sie das Musterschutzkonzept für Branchenverbände sowie Standard-Schutzkonzepte für Unternehmen.

Informationen zur Kampagne und Selbstdeklarationen

Die Stadt Chur hat im Zuge der ersten Lockerungen im Frühling eine Kampagne lanciert, welche den Schutz der Risikogruppen sicherstellen soll. Die Kampagne bietet den Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Schutz- und Hygienemassnahmen einheitlich und klar gegen aussen zu zeigen. Die Aktion wird unterstützt durch eine Kommunikationskampagne, für welche sich verschiedene bekannte Churerinnen und Churer zur Verfügung gestellt haben.

Videobotschaft des Stadtpräsidenten Urs Marti zur Kampagne "Ich schütze dich und mich"

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