FAQ

Zur Abfederung der zahlreichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die finanzielle Situation von Betrieben, Veranstaltern, Vereinen und Privatpersonen hat der Stadtrat ein umfangreiches Massnahmenpaket erarbeitet.

Wohin kann ich mich bei Fragen zum Coronavirus bei der Stadt Chur wenden?

Die Stadt Chur hat eine Hotline für alle Anfragen bezüglich Coronavirus eingerichtet. Sie erreichen diese unter der Telefonnummer 081 254 41 11. Die Hotline ist von Montag bis Freitag jeweils von 08.00-12.00 und von 13.30-17.00 Uhr besetzt.

Wie erhalte ich das Lebensnotwendigste, wenn ich in Quarantäne bin?

Die Stadt Chur hat einen offiziellen Heimlieferdienst ins Leben gerufen. Dieser wird von ChurPlus betrieben. Sie erreichen ChurPlus über deren Website oder über die Telefonnummer 081 254 50 54.

Was ist das Coronavirus?

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Coronaviren (CoV). Schon bekannte Coronaviren sind:

  • das SARS-Coronavirus (SARS-CoV), das erstmals 2003 nachgewiesen wurde.
  • das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), das 2012 erstmals beim Menschen aufgetreten ist.

Bestimmte Coronaviren können beim Menschen Krankheiten auslösen, von der leichten Erkältung bis zur schweren Lungenentzündung. Andere Coronaviren können bei Tieren Krankheiten auslösen. Manche Coronaviren können von Tieren auf Menschen übertragen werden.

Das Ende 2019 in China entdeckte neue Coronavirus wurde vorher beim Menschen noch nicht nachgewiesen.

Am 11. Februar 2020 gab die WHO den offiziellen Namen für die neue Erkrankung bekannt: COVID-19 (Coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von der WHO von 2019-nCoV auf SARS–CoV-2 geändert.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen: Wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter Abstand hält.

Übertragung durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen.

Übertragung über die Hände: Ansteckende Tröpfchen gelangen beim Husten und Niesen auf die Hände. Oder man berührt eine Oberfläche, auf denen sich Viren befinden. Sie gelangen in Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Wie ansteckend ist das Coronavirus?

Menschen stecken sich am häufigsten durch andere Menschen mit dem Coronavirus SARS–CoV-2 an. Anstecken kann man sich durch:

  • Schleim und Speichel
  • Harn und Stuhl
  • Körperflüssigkeiten wie etwa Blut

Eine Ansteckung über Tiere ist nicht erwiesen. Diese können jedoch den Virus aber durchaus über Fell und Speichel übertragen

Was sind die Symptome des Coronavirus?

Infektionen von Menschen mit den länger bekannten Coronaviren sind meist mild und ohne Krankheitssymptome. Auch bei der neuen Krankheit COVID-19 gibt es Infektionen ohne Symptome oder einen milden Verlauf mit Symptomen einer Erkältung. Anzeichen einer schweren Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS–CoV-2 sind unter anderem:

  • Fieber
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Atembeschwerden
    In schwereren Fällen kann die Infektion mit dem Coronavirus SARS–CoV-2 eine Lungenentzündung oder schwere Atembeschwerden verursachen.

Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend?

Die «Inkubationszeit» des neuen Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt meist fünf Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.

Wer am neuen Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend. Nämlich:

• Einen Tag bevor Symptome auftreten, das heisst bevor man überhaupt merkt, dass man sich angesteckt hat.
• Während man Krankheitssymptome hat. Dann ist man am ansteckendsten.
• Bis mindestens 48 Stunden nachdem man sich wieder ganz gesund fühlt.

Während der ganzen Zeit: Beachten Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln.

Wann besteht ein Verdacht auf den Coronavirus?

• Eine Person hat leichte oder schwere Symptome der Krankheit COVID-19
und
• die Person hatte bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome engen Kontakt mit einer Person, die die Krankheit COVID-19 hat oder die die Krankheit COVID-19 wahrscheinlich hat
oder
• die Person war bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome in einer Region, in der SARS–CoV-2 übertragen wurde und wird.
Regionen, in denen von anhaltender Übertragung vonSARS–CoV-2 ausgegangen werden muss
oder
• die Person hat bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome in einer Gesundheitseinrichtung gearbeitet, in der Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Infektion behandelt werden oder wurden. Oder die Person hat eine solche Gesundheitseinrichtung besucht.
Was versteht man unter „engem Kontakt“?
• Aufenthalt am selben Ort, zum Beispiel Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung oder Haushalt, Krankenhaus oder andere Gesundheitseinrichtung, andere Wohn-Einrichtung, Kaserne oder Ferienlager. Wie lange der Aufenthalt dort war, spielt keine Rolle.
• Versorgung oder Pflege einer Person, die wahrscheinlich oder sicher mit SARS–CoV-2 infiziert ist, als medizinisches Personal oder Familienmitglied.

Wie wird das neue Coronavirus behandelt?

Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen die Krankheit COVID-19. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das heißt, die Körperfunktionen werden beim Heilungsprozess unterstützt und Krankheitsbeschwerden werden gelindert.

Was passiert, wenn ich Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist?

Wenn Sie mit einer bestätigten, infizierten Person engen Kontakt hatten (Abstand von weniger als 2 Metern während mehr als 15 Minuten), aber nicht im selben Haushalt leben und keine intime Beziehung hatten: Überwachen Sie Ihren Gesundheitszustand.

Sie haben keine Krankheitssymptome (Husten [trockener Reizhusten], Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen): beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome entwickeln.

Sie haben leichte Krankheitssymptome (Husten [trockener Reizhusten], Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen): Bleiben Sie isoliert zu Hause, bis Sie keine Krankheitsssymptome mehr haben. Warten Sie danach weitere 48 Stunden, bis Sie wieder in die Öffentlichkeit gehen (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»).

Ihre Krankheitssymptome werden stärker (hohes Fieber, Atembeschwerden oder Atemnot) oder sie haben eine Vorerkrankung und sind deshalb besonders gefährdet: Rufen Sie eine Ärztin/einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung an. Diese entscheiden, ob eine medizinische Abklärung durchgeführt werden muss, oder ob es ausreicht, wenn Sie weiterhin zu Hause in Isolation bleiben (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»).

Wenn Sie mit einer infizierten Person im selben Haushalt wohnen oder intim waren: Bleiben Sie während zehn Tagen zu Hause in Quarantäne (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»). Beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome (Fieber und Husten) entwickeln. Gehen Sie vor wie oben beschrieben.

Kann das neue Coronavirus via Lebensmittel übertragen werden?

Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt.
Wenn Sie ganz sicher sein wollen: Waschen und erhitzen Sie die Lebensmittel gut. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.sichergeniessen.ch.
Zusätzlichen Schutz bieten die allgemeinen Hygieneregeln und Verhaltensregeln unserer Kampagne «so schützen wir uns».

Warum sind die Hygiene- und Verhaltensregeln so wichtig?

Beim Coronavirus handelt sich um ein neues Virus, gegen das der Mensch noch keine Immunabwehr hat. Es kann zu vielen Ansteckungen und Erkrankungen kommen. Deshalb müssen wir die Ausbreitung des neuen Coronavirus möglichst verlangsamen.

Besonders Personen mit einem höheren Risiko, schwer zu erkranken, müssen wir schützen. Das sind die über 65-jähringen und solche mit einer Vorerkrankung wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Krebs sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen.

Wenn wir uns alle an die Regeln halten (siehe Seite «So schützen wir uns»), können wir auch diese Personen besser schützen. Damit tragen wir auch dazu bei, dass Menschen mit schweren Erkrankungen in den Gesundheitseinrichtungen weiterhin gut behandelt werden. Denn auf den Intensivstationen sind die Behandlungsräume und Beatmungsgeräte begrenzt verfügbar.